Titelbild - Blogbeitrag - CoRis Kleine Welt - Grand Canyon Nationalpark - Aussicht
USA

Grand Canyon — Wanderung am faszinierenden Naturwunder

Der Grand Can­yon ist ein unglaub­li­ches Natur­wun­der. Die rie­si­ge Schlucht beein­druckt mit ihren ver­schie­den­far­bi­gen Gesteins­schich­ten und tol­len Aus­bli­cken.

Die Dimen­sio­nen des Grand Can­yon sind schon bei Betrach­tung der rei­nen Zah­len beein­dru­ckend, denn der Grand Can­yon erstreckt sich über eine Län­ge von ca. 450 km und ist an den brei­tes­ten Stel­len bis zu 30 km breit. Bis zu 1800 m tief geht es in der gigan­ti­schen Schlucht nach unten. Dort unten in der Schlucht fließt der Colo­ra­do-River.

Inhalts­ver­zeich­nis
Grand Canyon - Arizona

Wohin am Grand Canyon

Der Grand Can­yon wird im wesent­li­chen in drei Berei­che ein­ge­teilt: Das Gebiet am West Rim ist Teil des Hual­a­pai India­ner­re­ser­vats und kein Teil des offi­zi­el­len Grand Can­yon Natio­nal­park. Hier befin­det sich z.B. der Grand Can­yon Sky­walk (eine glä­ser­ne Aus­sichts­platt­form). Der South Rim ist am tou­ris­tischs­ten, hier liegt Grand Can­yon Vil­la­ge und es gibt eini­ge Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten. Am North Rim geht es deut­lich ruhi­ger zu, weil nicht so vie­le Tou­ris­ten hier­her kom­men.

Wir waren bei unse­rer Tour zum Grand Can­yon am South Rim und es waren deut­lich weni­ger Men­schen dort als wir erwar­tet hät­ten. Das war Mit­te Juni bei super gutem Wet­ter 😉

Ins­ge­samt war unser Auf­ent­halt sehr ent­spannt, direkt nach unse­rer Ankunft park­ten wir unser Auto auf einem der gro­ßen Park­plät­ze und star­te­ten dann unse­re Erkun­dungs­tour.

Grand Canyon - Nationalpark - Weg zum Canyon
Los geht’s zum Grand Can­yon

Unter­wegs kamen wir von Las Vegas aus übri­gens noch am Hoo­ver Dam vor­bei, dem größ­ten Stau­see der USA. Hier mach­ten wir aber nur einen klei­nen Spa­zier­gang über die Brü­cke gegen­über des Stau­damms um uns das rie­si­ge Bau­werk auch ein­mal anzu­schau­en.

Hoover Dam - Nevada - Stausee
Hoo­ver Dam

Unterwegs am South Rim

Es gibt meh­re­re Mög­lich­kei­ten den South Rim zu ent­de­cken. Natür­lich geht es ganz ein­fach zu Fuß im Rah­men einer Wan­de­rung, aller­dings kann das auch recht anstren­gend wer­den. Die grö­ße­ren View­points ver­tei­len sich auf einer Stre­cke von rund 11 km ent­lang des Can­yon. Hier­bei müs­sen teil­wei­se auch Stei­gun­gen bewäl­tigt wer­den.

Alter­na­tiv wer­den fast alle View­points am South Rim / in Grand Can­yon Vil­la­ge auch mit kos­ten­lo­sen Shut­tle-Bus­sen ange­fah­ren. So kann man ent­spannt von einem Ort zum ande­ren kom­men.

Grand Canyon - Mather Point
Unser ers­ter Aus­sichts­punkt am Grand Can­yon

Wanderung am South Rim

Wir haben uns ent­schie­den, den Grand Can­yon zunächst zu Fuß zu erkun­den und star­te­ten unse­re klei­ne Wan­de­rung am Visi­tor Cen­ter. Von dort aus ging es für uns direkt zum Mather Point, von wo aus wir die ers­ten Aus­bli­cke in die beein­dru­cken­de Schlucht genos­sen.

Der ers­te Blick auf den Grand Can­yon ist für mich unver­gess­lich geblie­ben. Ich konn­te mich gar nicht dar­an satt sehen und war direkt total fas­zi­niert vom Grand Can­yon.

Da der Mather Point sehr nah am Visi­tor Cen­ter gele­gen ist, war es hier sehr voll und es drub­bel­te sich ein wenig. Je wei­ter wir uns von hier ent­fern­ten, des­to weni­ger Men­schen tra­fen wir noch.

Grand Canyon Nationalpark
Grand Canyon Nationalpark
Aus­bli­cke über den Grand Can­yon

Unse­re Wan­de­rung ging den Rim Trail ent­lang Rich­tung Wes­ten. So lie­fen wir zunächst über den Trail of Time bis zum Hopi House und von dort aus wei­ter bis zum Bright Angel Trail­head. Der Trail of Time beschäf­tigt sich mit der Ent­ste­hung des Grand Can­yon und auf Tafeln am Weges­rand wer­den die ein­zel­nen Gesteins­schich­ten, die im Can­yon in den ver­schie­de­nen Far­ben sicht­bar sind, erklärt und es gibt klei­ne Stei­ne zum Anfas­sen. Über­all am Weg kann man durch eine dün­ne Baum­rei­he in den Grand Can­yon schau­en.

Den Bright Angel Trail konn­ten wir lei­der nicht her­un­ter­wan­dern, da wir nur für einen Tag am Grand Can­yon waren. Für den Trail braucht man aber min­des­tens zwei Tage Zeit (einen Tag für den Abstieg und einen für den Auf­stieg). Außer­dem muss so eine Wan­de­rung auf­grund der Über­nach­tung im Can­yon lang­fris­tig geplant wer­den.

Grand Canyon - Trail of time
Auf dem Trail of Time
Grand Canyon - Bright Angel Trail
Hier star­tet der Bright Angel Trail

Vom Ein­stieg zum Bright Angel Trail aus nah­men wir einen der kos­ten­lo­sen Shut­tle Bus­se und fuh­ren wei­ter bis zum Powell Point. Dort ver­weil­ten wir für eine klei­ne Zeit und wan­der­ten dann noch den Berg ein Stück­chen höher bis zum Hopi Point. Hier relax­ten wir ein biss­chen und war­te­ten zusam­men mit ein paar ande­ren Leu­ten auf den Son­nen­un­ter­gang.

Grand Canyon Nationalpark - Powell Point - Viewpoint mit Bäumen
Powell Point

Sonnenuntergang am Hopi Point

Die Ent­schei­dung, den Son­nen­un­ter­gang am Hopi Point zu erle­ben, war für uns gold­rich­tig. Von hier hat­ten wir einen super guten Aus­blick über den Can­yon und die Son­ne tauch­te alles in ein wun­der­schön, war­mes Licht. Der Son­nen­un­ter­gang war der schöns­te auf unse­rer gan­zen USA-Rei­se. Die Far­ben waren ein­fach ein­ma­lig und die Kulis­se atem­be­rau­bend schön.

Grand Canyon Nationalpark - Sonnenuntergang am Hopi Point - sitzendes Paar
…den Son­nen­un­ter­gang genie­ßen…

Nach­dem die Son­ne unter­ge­gan­gen war, muss­ten wir uns am Hopi Point nur ein­mal umdre­hen und konn­ten die tol­le röt­li­che Abend­däm­me­rung sehen. Und der Mond war auch schon über dem Grand Can­yon auf­ge­gan­gen.

Zusam­men mit den weni­gen ande­ren Leu­ten, die mit uns am View­point waren, nah­men wir dann den letz­ten Bus zurück nach Grand Can­yon Vil­la­ge. Inzwi­schen war es auch rich­tig dun­kel gewor­den und auf eine Wan­de­rung durch die Dun­kel­heit hat­ten wir nun wirk­lich kei­ne Lust mehr 😉

Die­ser Tag war für Bas­ti und mich ein ein­ma­li­ges und wirk­lich fan­tas­ti­sches Erleb­nis 😍 Wir kön­nen jedem, der in den USA an der West­küs­te unter­wegs ist, einen Abste­cher zum Grand Can­yon nur wärms­tens emp­feh­len. Auch wenn es, so wie bei uns, nur ein Tag ist.

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